Hätte ich diesen Eintrag in mein Streamtagebuch vor 3 Tagen geschrieben, stände hier mit Sicherheit ein völlig anderer Text. Warum? Nun, ich habe vor drei Tagen gestreamed und ich war so unfassbar glücklich danach. Warum? Okay, ich hole weiter aus und natürlich bringe ich euch wieder den neuesten Stand.

Kurzgefasst sind dieses Mal meine Themen:

  • Der zähe Kampf mit mir selbst und meinem Stream…
    ….wie ich vor ein paar Tagen trotzdem die Oberhand gewann.
  • Die Rolle von Zusatzcontent
  • Wie immer: der (zählbare) Stand meines Streams und meine persönlichen Lessons Learned
  • Und dieses Mal eine kleine Neuerung: die regelmäßige Danksagung.

Stand meines Streams

Meine Zahlen wachsen kontinuierlich und relativ gleichmäßig. Ich streame seit 4 Monaten und das lässt sich gut auf diese Zahlen hochrechnen (ca. 110 Aufrufe bzw. 10 Follower pro Monat). Es wächst, kann man sagen – soweit so unspektakulär. Übrigens, mein Twitter Follower Count wächst witzigerweise in ähnlichem Maße (aktuell insgesamt 45 Follower).

https://www.twitch.tv/videos/176014462

Viel spannender ist eine Zahl, die ich hier, auf meinem Blog erzielt habe. Mein letzter Eintrag in das Streamtagebuch hat so viele Aufrufe bzw. Reads erzielt, wie kein Beitrag zuvor: 31 Aufrufe — davon 14 Mal gelesen. Und dazu kann ich nur sagen: Tausend Danke an euch! Ich kann gar nicht genug sagen wie sehr ich mich darüber freue.

Der zähe Kampf mit mir selbst…

Gefühlt ist so ein Streamersdasein geprägt von diversen Aufs und Abs. Vielleicht geht es nur mir so, weil ich mir — und das bin einfach so total ich- sehr viele Gedanken mache. Was ich meine ist, dass es Phasen gab in den letzten Wochen, die mich sehr unzufrieden gemacht haben. Vielleicht liegt es daran, dass ich meine “Identität” als Streamer noch nicht so recht gefunden habe — ich meine damit vor allem meinen “Content”, wie es neumarketingdeutsch so schön heißt. Ich hatte mehrmals das Gefühl, dass mir selbst nicht so recht gefallen wollte, was ich streame. Zudem ist es natürlich so, dass noch nicht so viel Feedback erhalte. Ich weiß nicht, ob meine Sachen Leuten gefallen. Manchmal denke ich, dass mein Ansatz vielleicht zu nerdig ist:

”Für meinen Geschmack ‘gute’ Geschichten , Talks, gelesene Blogbeiträge und eine Prise Nostalgie— wer will das schon sehen?”

Vielleicht sollte ich mir mehr Feedback einholen, z.B. von meiner Freundin, Bekannten, anderen Streamern oder meinen Zuschauern? Das kann ich ohnehin immer ganz gut gebrauchen, das ist z.B. auch in meinem normalen Job der Fall. An dieser Stelle also die Aufforderung an alle, die das hier lesen oder hören: Habt ihr Feedback für mich oder Ideen, Tipps, whatever… Lasst es mir gern zukommen! Natürlich nur wenn ihr mögt!

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle betonen: Versteht mich bitte nicht falsch. Das soll weder als “Gejammer” noch als “Fishing for Compliments” verstanden werden. Wenn ich meine Gedanken mit euch teile, dann bin ich da eben sehr offen- so, wie ich es zu einem Tagebuch wäre. Versteht euch also auch als genau das :-).

Zurück zum Thema: Ich schrieb weiter oben, dass ich, nach Wochen der Unzufriedenheit, wieder die Oberhand gewann. Das geschah so.

… wie ich wieder die Oberhand gewann

Quizfrage: Wie löst ein Streamer all seine Probleme?
Genau, mit einem Stream.

So war es auch bei mir und tatsächlich war der Stein des Anstoßes ein Gespräch mit meiner Freundin, die mich daran erinnerte, dass ich meine Grundidee wieder anpacken müsse und einfach wieder einen schönen Stream vorbereiten sollte. Kurzgesagt: Konzentriere dich auf Games mit Story und präsentiere sie. Period. Und das tat ich dann auch.

Und heraus kam ein Stream, auf den ich durchweg stolz bin. Das Konzept stand, die Stimmung passte, die Infos waren ansprechend in Szene gesetzt und das Spiel fesselte mit einer gut erzählten Story. Und da war sie: Die DNA ,die ich mir so sehr wünsche für zukünftige Streams. Wenn ihr euch das anschauen wollt, gibt es hier die Aufnahme: (leider nicht mehr verfügbar)

In aller Kürze möchte ich euch das Konzept bzw. den Ablauf des Streams in chronologischer Reihenfolge vorstellen. Ich nenne das Format #trystory, weil ich darin die Spiele für genau zwei Stunden ausprobiere. Das Spiel ist in diesem Fall “The Fidelio Incident”.

Ablauf

  1. Einleitender Countdown: Mein üblicher Startbildschirm ist mit einer Eisschicht überzogen, man hört einen eisigen Wintersturm und den Soundtrack des Spiels. “The Fidelio Incident” spielt nämlich hauptsächlich im kalten Island.
  2. Meine Cams sind mit Blaufiltern versehen und ich selbst trage Mütze und Handschuhe, um die “Kälte” zu unterstreichen.
  3. Zur Einstimmung läuft nach der Begrüßung der Spieltrailer.
  4. Ich erzähle Hintergründe zum Spiel und den beiden wichtigen Storyelementen: Ludwig van Beethovens einzige Oper Fidelio und die Nordirlandkonflikt, auch als “The Troubles” bekannt.
  5. Ich spiele das Spiel. In der Beschreibung habe ich eine Liste mit Befehlen angelegt, die Hintergrundinfos zum Spiel einblenden. Zuschauer können diese Befehle, wenn sie neugierig sind, selbst auslösen.
  6. Ich spiele das Spiel exakt zwei Stunden und dann voten meine Zuschauer (in diesem Fall nur meine Stammzuschauerin Skai98 ), ob ich das Spiel beim nächsten Mal weiterspielen soll. Außerdem frage ich, wie sie das Spiel fand und wir quatschen noch etwas.

Das war der Ablauf und ich war unheimlich glücklich und zufrieden danach. So habe ich mich praktisch selbst aus meinem kleinen Tief rausgestreamt.

Die Bedeutung von Zusatzcontent

Ein anderes Thema, über das ich mir gerade auch Gedanken mache, ist Zusatzcontent. Also all jene Inhalte, die es um meinen Stream herum gibt. In meinem Fall sind das aktuell mein Blog und meine eingelesenen Blogeinträge auf Soundcloud. Das Einlesen hat mir übrigens so viel Spaß gemacht, dass es davon in Zukunft sicherlich mehr geben wird. Außerdem sind da natürlich noch meine Social Media Kanäle Twitter, Instagram und Facebook, die Zusatzcontent transportieren können.

Ich glaube, dass gerade für mich, der nur 2–3 Mal die Woche streamt, das Verarbeiten meines Contents auf den verschiedenen Plattformen eine große Rolle spielt. Gerade im Hinblick auf meinen oben beschriebenen Stream, stellt sich die Frage, wie ich dessen relativ aufwendig inszenierten Inhalte noch weitertragen kann. Denn, mal ehrlich, der Stream ist zwar als Video-On-Demand verfügbar, aber wer schaut sich schon einen ganzen Stream in der Wiederholung an. Zumal einem dort die komplette Echtzeit-Interaktion über den Chat feht, der doch den besonderen Charme eines Streams auf Twitch ausmacht.

Ich arbeite bereits mit Highlights, also Ausschnitten aus den Streams und poste diese auf anderen Plattformen. Diese haben dann aber mitunter die Länge eines Youtube Videos (um die 10 Min.). Ein anderer Ansatzpunkt sind meine Ankündigungen von besonderen Streams. Gerade bei den #trystory Streams, wäre viel Raum, diese im Vorfeld mit mehr Leben zu füllen. Sie könnten vielleicht auch interaktiver gestaltet werden oder mehr Neugierde wecken. Weitere Ideen werden sicher nach und nach kommen und wenn ihr Anregungen habt, tausche ich mich gern mit euch aus. Ihr wisst, wo ihr mich findet.

Meine Lessons Learned #4

Wie in jedem Eintrag, gibt es auch dieses Mal Dinge, die ich gelernt habe:

  1. Wie arbeitet man sich aus einer einem “Streamtief “ heraus? Meine Antwort auf diese Frage lautet: Einfach Machen, Ideen umsetzen und manchmal braucht es einen kleinen Stein des Anstoßes.
  2. Die Bedeutung von Zusatzcontent ist für einen Feierabendstreamer nicht zu unterschätzen. Wer wenige Streams hat, der kann über Zusatzinhalte punkten. Was genau das sein kann, obliegt oft den eigenen Neigungen und Interessen.
  3. Jedes Streamtagebuch hat bisher einiges bei mir bewirkt, hat meine Gedanken geordnet und mir bewusst gemacht, wie viel Mühe ich trotz wenig Zeit aufbringe. Gerade dadurch, dass ich mir hier Gedanken über die letzte Zeit mache, wird mir das nochmal deutlich bewusster. Dieses Mal hätte ich sogar noch einiges mehr schreiben können. Allerdings möchte ich die Länge des Eintrages in einem kompakten Rahmen halten.

Danksagung #4

Als kleine Neuerung möchte ich mich gern bei Personen bedanken, die besonderen Einfluss auf meinen Kanal und mich haben. Jedem sollte klar sein: Allein geht es im Mikrokosmos Twitch nicht. Mein Dank ist bei den aktiven Streamerinnen und Streamern immer mit einer ausdrücklichen Followempfehlung verbunden, schaut also gern bei Ihnen rein!

  • Dank an Gottseinvater aka GSV (Twitter und sein Channel), dass du mir das Gefühl gibst, dass mein Kram Leute interessiert. Danke auch für den Host, die Retweets- v.a. zu meinem letzten Streamtagebuch,die Likes, die heutige Followempfehlung und, nicht zu vergessen, die Mitwirkung am letzten Streamtagebuch.
  • Dank an LENA_MARA (Twitter, Instagram und ihr Channel) für den Shoutout in deinem Channel, die stets freundliche Begrüßung und die Herzen unter meine Tweets und Instagram Fotos (Jaaa, ich sehe das!).
  • Und ich möchte mich bei meiner #1 Premiumzuschauerin Skai98 bedanken. Zuschauerinnen wie dich hätte gern mehr und danke für die vielen Stunden, die du allein mit mir in meinem Stream verbringst.

Beenden möchte ich diesen Eintrag mit einem schönen Zitat, das ich in dem Buch “The Storytelling Animal — How Stories Make Us Human” [Afiliate Link] von Jonathan Gottschall gefunden habe:

God made Man because He loves stories.

— ELIE WIESEL, The Gates of the Forest

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