Ich mag es, wenn mir diese Frage gestellt wird. Weil ich das Gefühl habe, dass ich nicht müde werde, mir diese Frage selbst zu stellen und mich an ihr abzuarbeiten. Bei dieser Frage denke ich nicht nur an Lebenslauf oder Interessen. Nein, es ist auch eine tiefgehende Frage für mich, die ich mit einer philosophischen Frage nach mir selbst und meinem Weg in dieser Welt verbinde. Aus diesem Grund habe ich diesen Artikel in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Lebenslauf und Interessen gehören selbstverständlich dazu, aber auch meine Sicht auf die Welt und meine Werte, welche sehr wichtig für mich sind.

Lebenslauf

Aufgewachsen bin ich im ländlichen Norden von Sachsen-Anhalt. Bin also das, was heute gern noch als Ossi bezeichnet wird. Ich habe auch mal den Begriff „Wendekind“ gelesen: In der DDR geboren, im wiedervereinigten Deutschland aufge- und erwachsen. Der Begriff ist auf eine sehr interessante Weise passend. Davon später mehr im Abschnitt „Weltsicht und Werte“.

Nach dem Abi hatte ich ein kurzes Gastspiel als Grundwehrdienstleistender und Hilfskoch in der Bundeswehr, bevor ich zum Studium nach Bielefeld ging. Dort studierte ich Sozialwissenschaften/Soziologie und Interdisziplinäre Medienwissenschaft. Nebenbei war ich als studentischer Berater und Trainer tätig, verdiente mir als Hilfskraft im Veranstaltungsmanagement der Uni Bielefeld und als Kellner etwas dazu. Ich blieb auch beruflich im Raum Bielefeld und nannte es voller Überzeugung 12 Jahre meine „neue Heimat“. Ich mochte und mag auch heute noch die Gegend und die Stadt. Bielefeld ist, so nenne ich es, lebenswert. 2020 hat für mich jedoch viel verändert. Erst das soziale Umfeld, dann der Job – nun ist alles anders und neu. Meine aktuelle Station ist Berlin.

Meine ersten vier Berufsjahre habe ich vor allem als Projektmanager und Berater für Website- und Onlineshopentwicklung, (Mitarbeiter-)Befragungen sowie Employer Branding und Personalmarketing verbracht. Eine Zeit, die mich vieles gelehrt hat und aus der ich wichtige Perspektiven und Erfahrungen mitgenommen habe. Auch, was ich nicht machen will.

2019 habe ich einen lang gehegten Wunsch verwirklicht. Ich fand einen Job und Arbeitgeber, den ich mir, mit meinem damals noch jungen Berufsleben, besser nicht vorstellen konnte. Ich arbeitet 2,5 Jahre im Bereich People & Culture bei der Digital-Agentur comspace*. Dort beschäftigte ich mich mit Themen wie Personal-, Team- und Organisationsentwicklung sowie Weiterbildung und Lernen. Aber auch Lohnabrechnung und Verwaltung gehörten dazu – ein Allround Job eben. Wieder habe ich gelernt, was ich brauch und möchte.

Seit Anfang 2022 bin ich nun Lerncoach und Lernberater bei Quality Minds. Ich kannte die tollen Menschen dort schon länger, weil ich dort 2020 meine Lerncoachausbildung gemacht habe. Und irgendwie wollte es mit mir und dem Personalerdasein nichts werden. Mir ist es schon immer wichtig, dass die Menschen um mich herum entdecken und entwickeln können, was sie erfüllt und motiviert. Dass sie eine Umgebung finden, in der sie einfach gut arbeiten (Lernen ist Teil hiervon) können. Und das setze ich nun fort.

Wenn du es gern strukturierter magst, schau gern in meinem XING- oder LinkedIn Profil vorbei. Die sind immer aktuell.

Interessen

Ich bin neugierig; mag es, mich in Dinge reinzufuchsen, aber dann auch wieder neue Dinge zu suchen. Vielfalt ist nicht ohne Grund Teil meiner Arbeit an diesem Blog, denn es ist ein Weg, wie ich mich ausdrücken kann und der Vielfalt sowohl Raum, als auch Strukrur gebe (mehr dazu findest du auch hier).

Daher mag ich es auch gern, persönliche Projekte neben dem Beruf anzugehen. Sei es dieser Blog, bei einem anspruchsvollen Langstreckenlauf mitzulaufen (siehe hier), Gaming-Livestreams zu machen oder was sonst noch alles so kommen mag. Ich interessiere mich für Coaching, Körpersprache, Emotionen, Diversität, American Football, wandere und laufe gern, höre gern verschiedenste Podcasts, spiele Computerspiele und mag es, Essen zu gehen. Aber: Ich sehe alles als veränderlich an. Das hat gute und nicht so gute Seiten, denn einen Ort des Ankommens brauche auch ich.

Bucket List -Dinge, die ich (irgendwann) einmal machen möchte:

  • einen TED Talk halten
  • eine laaaange Rad- oder Wandertour machen
  • Systemische Coachingausbildung machen
  • mich tiefgehend mit Fotografie beschäftigen – vor allem der Fotografie von Menschen
  • in einem Theaterstück mitspielen
  • Mimikresonanz-Trainer werden (nach D. Eilert)
  • Interviews mit Menschen führen, die mich inspirieren
  • ein Instrument lernen (Klavier oder Gitarre)
  • einen Menschen inspirieren (gern auch mehr als einen)
  • ein Spiel der regulären NFL-Saison sehen (amerikanische Football-Profiliga)
  • einen Marathon laufen
  • … to be continued…

Weltsicht und Werte

Was mich menschlich ausmacht, ist für mich eine andauernde Reise. Deswegen ist übrigens der Begriff „Wendekind“ mehr als passend. Ich sehe die Welt und mich selbst darin als veränderlich und stetig im Werden und Wachsen, wozu ebenso auch Wirrungen, Wendung und gehören. Prinzipiell sehe ich darin am Ende jedoch immer etwas Positives. Auch in jeder Wirrung und Wendung, so schmerzvoll sie auch gewesen sein mögen. Das ist eine recht privilegierte Sicht (als weißer Heteromann), die sich bei weitem nicht alle Menschen auf der Welt leisten kann. Ich bin sehr dankbar, dass ich sie mir leisten kann.

Gerechtigkeit, Vielseitigkeit und Menschlichkeit sind meine Anker in meinem bisherigen Leben. Sie sind meine Rüstung und gleichzeitig meine ultimativen Endgegner, wenn ich mich an ihnen messen muss. Sie gehören zu mir, sie fordern und überfordern mich. Trotzdem: Ich mag sie.

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